.

amiAntimilitaristischer Ratschlag - Antimilitaristischer Widerstand in der Region Hannover
Geschichte - Analysen Perspektiven 11. Feb. 2012 1 0:00 - 1 8:00 KARGAH Zur Bettfedernfabrik 1

Inputs und Diskussionen zu:
7 Jahre Widerstand gegen das Sommerbiwak: Ziele, Aktivitäten, Perspektiven
Fliegerhorst Wunstorf: Militärische Traditionspflege und neue Kriege
Tradition und Gegenwart der Feldjägerschule
Rüstung: Produktion, Export und Rüstungsforschung. Das Dilemma der Gewerkschaften und unser Umgang damit.
Proteste gegen Militärkonzerte in Kirchen
Schule ohne Militär: Werben fürs Sterben!


Antimilitaristischer Aktionskreis Region Hannover(AK Regionalgeschichte, Attac Hannover, Friedensbüro Hannover, Grüne Jugend Hannover, Rote Aktion Hannover und weitere Gruppen und Einzelpersonen)

 

Die Eroberung der Schulen: Wie die Bundeswehr in Schulen wirbt Veranstaltung am  8. Februar, 19.00 Uhr, im Pavillon mit Michael Schulze von Glaßer (imi) mehr

 
dez11vorderseite_1_small


6. Dezember: Neue Wege und Notwendigkeiten, den Deserteuren angemessen zu gedenken
Bereits in den 1980er und 90er Jahren entstanden Denkmale, die an Menschen erinnern, die aus der Wehrmacht desertierten. In Hannover existiert seit 1990 ein Deserteursdenkmal, das auf Grund von Verwitterung als solches aber kaum noch zu erkennen ist. Auch in jüngerer Zeit entstanden Deserteursdenkmale: Seit 2008 hat Stuttgart eins, 2009 folgte Köln (vgl. die Abbildung auf der Vorderseite dieses Flyers). Roland Blach, Landessprecher der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ Baden-Württemberg und einer der Initiatoren des Stuttgarter Denkmals, gibt Auskunft über neue Wege und Notwendigkeiten, der Deserteure angemessen zu gedenken. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu einer Reihe, die sich dem Thema Desertion und der Überlegung für ein neues Denkmal in Hannover widmet. --> 19.00 Uhr im Pavillon (Lister Meile 4)


8. Dezember: Männlichkeitsforschung und Desertion als individuelle Entscheidung vor dem Hintergrund von Repression
Deserteure sind „Feiglinge“ „Drückeberger“ und „Weiber“. Deserteure sind Helden im antifaschistischen Kampf. Diese Bilder derjenigen, die sich dem Krieg entzogen, herrschten – je nach Sichtweise - uneingeschränkt bis in die 1980er Jahre vor. Der Autor Ralf Buchterkirchen geht, ausgehend von Männlichkeitsbildern und der Militärjustiz als willfähriger Repressionsstruktur der Nazis, der Frage nach, wie und warum Soldaten den Kriegsdienst verweigerten. Er kommt dabei zu ganz individuellen Beweggründen. Eingebunden in konkrete hannoversche Geschichte wird deutlich, wie Männlichkeitsforschung neue Ansätze liefern kann, Desertion als individuelle Entscheidung vor dem Hintergrund von Repression zu verstehen und Deserteuren angemessen zu gedenken. --> 20.00 Uhr im Annabee-Buchladen (Stephanusstr. 12-14)
Buch: Ralf Buchterkirchen (2011), ""... und wenn sie mich an die Wand stellen": Desertion, Wehrkraftzersetzung und "Kriegsverrat" von Soldaten in und aus Hannover 1933-1945", Edition Region & Geschichte, ISBN 3930726165.

 

Die verschwiegene Geschichte hannoverscher Deserteure - Gespräch mit dem Autor Ralf Buchterkirchen und Interview mit dem hannoverschen Deserteur Willi Jünemann - Sendung bei Radio Flora  hier

 

Titel_kl“... und wenn sie mich an die Wand stellen”
Desertion, Wehrkraftzersetzung und “Kriegsverrat” von Soldaten in und aus Hannover 1933-1945

von Ralf Buchterkirchen

Paperback, 178 Seiten, 13,90 €, ISBN: 978-3-930726-16-5
Inhaltsverzeichnis und Einleitung (pdf)

„Schade, dass es ihn nicht erwischt hat!“ Diese spontane Reaktion auf die Meldung über das misslungene Attentat auf Adolf Hitler kostet Hubert Breitschaft das Leben. Der Lehrer aus dem bayrischen Cham wird vom Feldgericht verurteilt und in Hannover-Vahrenwald erschossen.
Der Hannoveraner Robert Gauweiler, dem zur Last gelegt wurde, im Kameradenkreis gesagt zu haben: „Diesen Krieg verlieren wir“, wird von der Wehrmachtsjustiz in Dänemark zum Tode verurteilt und in Hamburg erschossen. So wie Breitschaft und Gauweiler erging es vielen. Die NS-Militärjustiz verhängte etwa 30.000 Todesurteile gegen Soldaten, die den Gehorsam verweigerten; mindestens 21.000 wurden vollstreckt.
Für Hannover – einen der fünf wichtigsten Rüstungsstandorte – hat dieses Kapitel der deutschen Geschichte besondere Relevanz. Am Waterlooplatz wurden Soldaten durch die Militärgerichtsbarkeit verurteilt, in Hannover-Vahrenwald, auf dem Gelände, wo sich heute die Emmich-Cambrai-Kaserne befindet, wurden sie hingerichtet und auf dem Fössefeldfriedhof in Hannover-Linden begraben. In jahrelanger Recherche wurden die Daten von 51 gehorsamsverweigernden Soldaten ermittelt, die aus Hannover kamen oder dort hingerichtet wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Diese Soldaten sind die Hauptpersonen des vorliegenden Buches.
Statt sie anzuerkennen, wurden sie nach dem Zweiten Weltkrieg verunglimpft, ihr Schicksal verschwiegen und verdrängt. Bis zum Jahr 2009 hat es gedauert, dass der Bundestag auch wegen Kriegsverrats Verurteilte rehabilitierte. In den Jahren zuvor wurden bereits Verurteilungen durch die Wehrmachtsjustiz wegen Desertion und Wehrkraftzersetzung für nichtig erklärt.
Eingereiht in eine Beschreibung der gesellschaftlichen und politischen Situation und im Anschluss auch an neuere Erkenntnisse der Geschlechter- und Männlichkeitsforschung wird nach den individuellen Beweggründen der Gehorsamsverweigerung gesucht. Herausgekommen ist eine facettenreiche Darstellung eines viel zu gern vergessenen Stücks deutscher Geschichte.
In Hannover erinnert heute nur ein fast nicht mehr kenntlicher Stein an das Schicksal der Deserteure.

 

Das nächste Treffen der hannöverschen Initiative "Schule ohne Militär Hannover" findet am Mittwoch, den 28.9.2011, um 19.00 Uhr im Pavillon (Lister Meile 4, Hannover) statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen!

Kurze Info zur Initiative: Inhalt der Arbeit der Initiative sind 1) konkrete Aktionen, um die Werbeeinsätze des Militärs an hannöverschen Schulen zu problematisieren und 2) der Aufbau eines Informationsportals und die Erarbeitung weiteren Informationsmaterials, um ratsuchenden SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und SchulleiterInnen Informationen zur Verfügung zu stellen, was sie gegen Werbeauftritte der Bundeswehr an ihren Schulen machen können.

 
DIe Bundeswehr hat massive Probleme, Menschen dazu zu bewegen, 'im Ernstfall' zu töten und getötet zu werden. Dennoch versucht die Bundeswehr junge Menschen zu ködern. Dies geschieht, wie Schüler beim vergangenen Friedensbiwak berichteten, mit undemokratischen Mitteln. Und es geschieht nicht selten an Schulen - womit der Bildungsauftrag der Schulen, der keine Werbung zulässt, missachtet wird.

Hierauf sollen Antworten gefunden werden. Es soll konkret erarbeitet werden, wie Schulen frei von Militär gehalten werden können. Bundesweit gibt es bereits Vorbilder - Schulen, die sich per Beschluss der Gesamtmitgliederversammlung zu "Schulen ohne Militär" erklärt haben. Zu den Möglichkeiten in Hannover findet ein Vernetzungstreffen statt.

 "Gegen Bundeswehr an Schulen - Vernetzungstreffen", Dienstag, 23. August 2011, 19.30 Uhr, Hannover (Pavillon, Lister Meile 4, Raum 6)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Es laden ein: Friedensbüro Hannover e.V., Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hannover (DFG-VK) und das kürzlich gegründete Bündnis "Schulen ohne Militär" (Hannover).

 

Vortrag und Diskussion mit Harald Welzer:  „Protokolle vom Töten – der Krieg aus Tätersicht“, Donnerstag, 11. August 2011, 19.00 Uhr, Neues Regionshaus, Raum N001, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover

 

Pädagogen in die Schulen, nicht Werber der Bundeswehr

Bericht zur Veranstaltung „Bundeswehr an Schulen: Rekrutierung im Klassenzimmer und der antidemokratische Hintergrund dieser Rekrutierungsstrategie“ (Mittwoch, 6. Juli 2011, ab 19 Uhr, im Pavillon, Hannover). Der Bericht wurde verfasst von und verantwortlich ist: Heinz-Jürgen Voß.

Hannover, 7.7.2011

Während es Lehrkräften sogar verboten ist, kleine Buttons mit der Aufschrift „Atomkraft? Nein Danke“ an der Kleidung zu tragen, weil die Schüler beeinflusst werden könnten, finden Werbeveranstaltungen der Bundeswehr unhinterfragt statt. Dabei zielen sie nun tatsächlich auf Beeinflussung ab: Die Bundeswehr soll als „normaler Arbeitgeber“ dargestellt, junge Leute, die bislang nur spärlich allein zur Bundeswehr finden, für eine Dienstverpflichtung gewonnen werden.

Die Werbestrategien der Bundeswehr, ihr antidemokratischer Hintergrund, der dem Bildungsauftrag von Schulen widerspricht, standen im Mittelpunkt einer am Mittwoch stattfindenden Podiumsdiskussion in Hannover. Auf dem Podium diskutierten Vertreter und Vertreterinnen von Friedensinitiativen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft; Schüler brachten ihre Erfahrungen mit Werbeaktionen der Bundeswehr ein.

Jonna Schürkes von der Informationsstelle Militarisierung e.V. gab einführend einen Überblick über die Rekrutierungsstrategien der Bundeswehr. Diese knüpften an die Politik Gerhard Schröders an, der eine „Enttabuisierung des Militärischen“ erreichen und damit Auslandseinsätze legitimieren und das Militär stärker im Zivilen verankern wollte. Die Rekrutierung richte sich auf junge Leute. Mit ausgetüfftelten Strategien wird die Werbung explizit an den Interessen junger Menschen orientiert. Dabei spielen die so genannten „Karriere Trucks“ eine Rolle, die auf eine stete Präsenz des Militärischen im öffentlichen Raum abzielten. Der Bundeswehr-YouTube-Kanal und Aktivitäten der Bundeswehr bei Facebook zeigen die Verwendung neuer Medien. Während im deutschen Fernsehen Suggestiv-Werbungen untersagt sind, gibt es Fernsehserien, die in expliziter Co-Produktion mit der Bundeswehr entstehen – so „Die Rettungsflieger“ im ZDF, wobei die Homepage dieser Serie direkt auf das ZDF aber auch auf die Karrierewerbung der Bundeswehr verlinkt. Die Werbung für Helikopter-Fliegen und eine bemüht friedliche Darstellung des Militärischen sind in der Serie zentral. „BW-Olympics“ und „BW-Adventure-Tours“ sind paramilitärische Lager der Bundeswehr, zu denen explizit junge Männer im Alter von 17 bis 21 Jahren eingeladen werden, denen zusammen mit sportlicher Betätigung ein positiver Bezug zur Armee geboten werden soll. Auch auf Messen und in Arbeitsagenturen ist die Bundeswehr mittlerweile stets präsent – es werden dabei Kinder ab 11 Jahre angesprochen –, gerade weil nicht genügend junge Leute freiwillig zur Bundeswehr gehen wollen. „Leute, die Aussicht auf einen anderen Job haben, gehen nicht zur Bundeswehr“ – so Schürkes Erfahrungen.

Auch über die Werbung der Bundeswehr an Schulen gab Schürkes erste Informationen: In Schulen versuchen „Jugendoffiziere“ – explizit für Öffentlichkeitsarbeit geschulte Männer, meist Mitte 20 – sich einfach als „Politiklehrer“ vorzustellen und den Eindruck der Überparteilichkeit zu erwecken. Bereits mit ihrer Themenwahl machen sie aber deutlich, dass es sich anders verhält: So berichten sie in Hauptschulen und Realschulen über den „Soldaten-Beruf“, während sie in Gymnasien versuchen, die Auslandseinsätze der Bundeswehr als friedliche Hilfsmissionen darzustellen. In mehreren Bundesländern werden mittlerweile Bundeswehr-Soldaten gezielt als Dozenten für Referendare und Lehrer protegiert und eingesetzt. Dass sie nicht überparteilich sind, ist klar – sie sind ihrem Dienstherren verpflichtet und an die Gehorsamspflicht in der Bundeswehr gebunden.

Manuel Junge, ehemaliger Schüler der Elsa-Brandström-Schule in Hannovers Südstadt, und Sven vom Stadtschülerrat berichteten von eigenen Erfahrungen mit der Werbung der Bundeswehr. So wurde Manuel Junge genötigt, an einer mehrtägigen Projektwoche teilzunehmen, die von Jugendoffizieren in seiner Schule abgehalten wurde. War von der Schulleitung zuvor zugesichert wurden, dass explizit kontroverse Diskussionen entstehen sollten, so erfüllte sich dies bei der Veranstaltung nicht. Ausschließlich Jugendoffiziere waren anwesend und spielten mit den Schülerinnen und Schülern das „POL&IS-Spiel“ und besuchten mit ihnen den Fliegerhorst Wunstorf. Die Lehrkräfte waren zwar anwesend, verhielten sich aber auffallend passiv. „POL&IS“ ist ein „Spiel“ mit verteilten Rollen, bei dem das Militär als friedliche Instanz in der Weltpolitik dargestellt werden soll. Die Jugendoffiziere nahmen dabei immer wieder – teilweise durch direkte Anweisungen, teilweise suggestiv – Einfluss, um die Richtung der Diskussion zu bestimmen. Auf einen kritischen Brief, den Manuel Junge diesbezüglich an den Schulleiter Thomas Seidel-Becker schrieb, erhielt er zunächst keine Antwort. Erst nachdem sein Brief über Umwege in der Schülerzeitung gedruckt wurde, antwortete Seidel-Becker, ebenfalls in der Schülerzeitung: „Auch zukünftig werde ich Schülerinnen und Schülern eines Schwerpunktkurses Politik ‚zumuten‘, verbindlich an einem Projekt wie POLIS teilzunehmen.“ (Briefe aus der Schülerzeitung in der Anlage)

Sven vom Stadtschülerrat berichtete von suggestiven Werbeaktionen der Bundeswehr. Wurden besonders aktive Schülerinnen und Schüler zu einem „Bundespressefest“ eingeladen und standen in den ersten Stunden tatsächlich Schülerzeitung, Videofilmen und praktische Ratschläge hierzu im Blickpunkt, widmete sich der Rest der Veranstaltung der Bundeswehr-Werbung: Die Logistik-Division veranstaltete Shows, organisierte eine Liveschaltung nach Afghanistan. Die Division wurde als Einheit vorgestellt, die humanitäre Hilfe organisiere und erläutert, wie sie Essen logistisch verteile. Dass auch sie an den soldatischen Tätigkeiten Kämpfen und ggf. Töten teilnimmt, tauchte in der Präsentation nicht auf. Sven verweist darauf, dass der Stadtschülerrat sich nach diesem Vorkommnis bereits über das Thema ausgetauscht, aber bislang keinen Beschluss gefasst hat. Er macht als seine persönliche Sicht deutlich: „Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber. Auch als Mechatroniker bei der Bundeswehr unterstützt man potenziell Töten.“

Harald Haupt, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, arbeitete klar die Position seiner Gewerkschaft heraus und gab erste praktische Hinweise für den Umgang mit Bundeswehr an Schulen. „Die GEW ist der absoluten Überzeugung, dass man Frieden schaffen kann ohne Militär“, so Haupt. Er arbeitete heraus, dass an die Schulen keine Jugendoffiziere gehören, sondern Pädagogen. Möglichkeiten zur Konfliktlösung sollten thematisiert werden, aber je aus unterschiedlichen Perspektiven – und Pädagogen sind dazu ausgebildet, hier gutes Material einzusetzen und unterschiedliche Sichtweisen zu ermöglichen. Haupt: „Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber“ – und gehöre nicht an Schulen. Harald Haupt verwies auch darauf, dass es zu einer vollkommenen ungleichen Gewichtung komme, wenn sehr gut ausgebildete, psychologisch geschulte Jugendoffiziere auf der einen Seite, VertreterInnen der Friedensinitiativen auf der anderen Seite an Schulen diskutierten – auf Grund der langen Schulung werde der Jugendoffizier auf jeden Fall dominieren. Dies bestätigte auch Jonna Schürkes. In einer entsprechenden Veranstaltung wich ein Jugendoffizier auf alle kritischen Aussagen aus, meinte bspw. ‚Dazu gibt es auch in der Bundeswehr unterschiedliche Auffassungen‘, eine Diskussion kam nicht zu Stande. Harald Haupt regte an, die nach den Reformen der letzten Jahre wenigen verbliebenen demokratischen Möglichkeiten an Schulen zu nutzen: Entscheidungen des Schulvorstandes und der Gesamtversammlung können Militär dauerhaft von der eigenen Schule verbannen, selbst wenn der Schulleiter bzw. die Schulleiterin sich für militärische Werbeveranstaltungen aussprechen. Werden diese Gremien nicht für das Thema sensibilisiert, entscheidet die Schulleitung allein.

Kamen bereits zwischendurch zahlreiche interessierte Nachfragen aus dem 45 TeilnehmerInnen zählenden Publikum, so schlossen sich gerade bzgl. der praktischen Fragen intensive Diskussionen an. Expliziert wurde, dass es darum gehen müsse, jeweils ganz konkret an Schulen SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen zu sensibilisieren und auf die Möglichkeiten hinzuweisen, Werbeveranstaltungen der Bundeswehr durch Aktivitäten des Schulvorstandes und der Gesamtversammlung zu unterbinden. Weitere Möglichkeiten der Aufklärung sollten genutzt werden – dabei müssten gerade Medien im Blick sein, die sich explizit an LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen richten. Es gehe darum, die Werbeveranstaltungen der Bundeswehr an Schulen grundsätzlich zu unterbinden. Nur wenn sich eine solche Veranstaltung nicht verhindern lässt, müsste durchgesetzt werden, dass auch Friedensinitiativen an den Schulen zu Wort kommen, damit zumindest unterschiedliche Meinungen im Blick sind. Um dabei die unterschiedliche logistische Ausstattung, die gute diesbezügliche Schulung der Jugendoffiziere und die meist ehrenamtliche Tätigkeit der Friedensinitiativen zu berücksichtigen, sollten solche Veranstaltungen dann getrennt, also nacheinander ablaufen, damit die beteiligten Seiten weitgehend gleichberechtigt ihre Position darstellen können – die SchülerInnen sollten dann mit ihren Lehrkräften in einer nachbetrachtenden Veranstaltung die unterschiedlichen Positionen nebeneinanderstellen und diskutieren.

In einem Bundesland wie Niedersachsen, in dem der Kultusminister in Anspielung auf dessen militärische Vorlieben von Parteifreunden mit dem Spitznamen „Panzer“ bedacht ist, ist es um so wichtiger, den demokratischen Bildungsauftrag von Schulen zu stärken und gegen militärische Werbung an Schulen aktiv zu sein. Die TeilnehmerInnen vereinbarten einen Termin, um – gemeinsam mit dem Bündnis „Schulen ohne Militär“ – in einem Bündnis gegen die Werbung der Bundeswehr an Schulen konkret aktiv zu werden. Friedensbüro Hannover, DFG-VK Hannover und „Schulen ohne Militär“ laden hierfür alle Interessierten für den Dienstag, den 23.8.2011, um 19.30 Uhr ein. Ort ist der Pavillon (Lister Meile 4, Hannover) Raum 6 – weitere Informationen in Kürze auf www.frieden-hannover.de .


 
8.7.2011 15.30 Uhr Steintor Demonstration: 1.Panzerdivision Raus aus Afghanistan „Nicht in unserem Namen! Wir machen Euren Krieg nicht mit!“ im Rahmen der Proteste gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr  mehr
 

flyer_vorderseite_small

Bundeswehr an Schulen: Rekrutierung im Klassenzimmer und der antidemokratische Hintergrund dieser Rekrutierungsstrategie Mittwoch, 6. Juli 2011, ab 19 Uhr, Pavillon Hannover mehr

zum Flyer vorne hinten

   

Proteste gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr am 8.Juli  mehr

 

Veranstaltungshinweis: Sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten: Männer und Frauen als Täter / Täterinnen und Opfer, 16.03.2011  19.00 Uhr Pavillon mehr

 

"Sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten: Männer und Frauen als Täter / Täterinnen und Opfer" neuer Termin: 16.3.,19.00 Uhr Pavillon mehr

 

Veranstaltung am 12.1.2011; "Sexuelle Gewalt in militärischen Konflikten: Männer und Frauen als Täter / Täterinnen und Opfer" (im Rahmen der Reihe "Der Krieg der 'Schwestern' - Die neue Menschlichkeit des Militärs?") fällt wegen Krankheit der Referentin leider aus. Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

 

Veranstaltungsreihe des Friedensbüros: Der Krieg der Schwestern:Die neue Menschlichkeit des Militärs? mehr

 

Veranstaltungsankündigung: Friedensbiwak: Militärstrategien der Bundeswehr weltweit und die Absicherung im Zivilen mehr

 

Vorankündigung: Veranstaltung Friedensbiwak 2010  mehr

 


Seite 1 von 2

Keine Waffen sollen mehr auf Erden geschmiedet werden, die Völker keine Kriegslieferung mehr steuern.
Kaiser Aurelius Probus

andere antimilitaristische Projekte aus Hannover und Umgebung:
Antimilitarismus.blogsport.de

Antikriegshaus Sievershausen


Diese Seite ist ein Einstiegsportal für antimilitaristische Gruppierungen und Projekte in Hannover.
Folgende Projekte sind auf diesem Server vertreten:


Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hannover

Friedensbüro Hannover

Projektseite zur Deserteuren in und aus Hannover

Schule ohne Militär Hannover

som_log